Die Kommunikation zwischen Computern im Internet funktioniert nur, weil jeder angeschlossene Rechner eine eindeutige Adresse hat. Diese Adresse ist nichts anders als eine Zahlenfolge, die sogenannte I(nternet) P(rotokoll)-Nummer.
IP-Nummern setzen sich aus vier Zahlenblocks zusammen, die jeweils einen Wert zwischen 0 und 255 annehmen können: 194.236.021.132(fiktives Beispiel). Damit dieseZahlen nicht doppelt vergeben werden können, werden alle IPs von einer zentralen Stelle verwaltet: der Internet Assigned Numbers Authority (IANA). Diese vergibt IP-Kontingente für Europa an das Reseaux IP Europeens (RIPE)und für den asiatisch-pazifischen Raum an das Asian - Pacific NetworkInformation Center (APNIC).Am Ende dieser Hierarchie stehen die Internet-Service-Provider, bzw. allgemein die Betreiber von Internet-Rechnern.
Zahlen sind schwer zu behalten, daher wurde schon früh ein System entwickelt, das diese Zahlenreihen in leichter behaltbare alphanumerische Zeichenfolgen, so genannte Mnemonics (Gedächtnishilfen) übersetzt. Heute übernimmt das Domain Name System (DNS) und die daran beteiligten Nameserver diese Aufgabe. Wer mehr darüber lesen will: Eine sehr schöne Einführung zum Thema DNS findet man auf den Seiten von Martin Recke.
Domainnamen liest man am besten von hinten nach vorne: Die letzten Buchstaben eines Namens geben an, ob eine Adresse kommerziell (.com) ist, zu einer internationalen Organisation (.int) gehört, ob sich der Betreiber zu einer bestimmten Nationalität bekennt (z.B. .de für Deutschland). Man nennt diese Domains auch Top Level Domains (TLD). Die davorstehenden Zeichen nennt man Second Level Domainname bzw. einfach nur Domainname. Alle Zeichen, die davor stehen, die so genannten Subdomains, werden vom Systemadministrator des jeweiligen Rechners vergeben.
Die vom International Network Center (InterNIC) verwalteten "generic" TLDs (.com, .org, .net) können von jedermann weltweit online beantragt werden . Dies gilt auch für die TLDs .edu und .gov. Die TLD .gov (government) ist allerdings US-amerikanischen Regierungsstellen vorbehalten. Entgegen anderen Darstellungen können .edu-Adressen auch an nicht-amerikanische Bildungseinrichtungen vergeben werden. Auch wenn deutsche Schulen, Hochschulen, Bibliotheken und Museen diese TLD benutzen könnten.
Die Intranet GmbH ist aber eigentlich nur ein Inkasso-Unternehmen. Die eigentliche Verwaltung der TLD .de obliegt dem Deutschen Network Information Center (DeNIC).Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich nichts anderes als das Rechenzentrum der Universität Karlsruhe. Auftraggeber ist der Interessenverbund DeNIC (IV-DeNIC), ein seit dem Jahr 1997 als Genossenschaft organisierter Zusammenschluss von Providern.
Auch in anderen Ländern findet man nationale Network Information Center (NIC). Eine Liste aller derzeit existierenden NICs findet man hier. Diese Liste ist sehr hilfreich, wie ein Beispiel zeigen kann: Will man etwa wissen, wem die die Domain irgendwas.ch gehört, so muß man das Schweizer Network Information Center (.ch) konsultieren. Dort kann man mit einem Whois überprüfen, wer Eigentümer dieser Domain ist.
Das DeNIC verfügt ebenfalls über eine WHOIS Abfragemöglichkeit. Man kann dort auch die weiterführenden Links zu allen Network-Information-Center finden: Denic im Kontext
Eine interessante Alternative ist die Abfrage über Network-Tools. Hier gibt es die Möglichkeit durch Eingabe der IP-Adresse oder der DNS in nur einem Feld alle o.g. Abfragen inklusive eines Tracerouting durchzuführen. Dieser Dienst ist kostenfrei !! Die Abfrage dauert lediglich 1-2 Minuten.
Wer sich für den Eigentümer einer "generic TLD"(.com, .org, .net, .gov, .edu) interessiert, muß sich beim Whois-Server des InterNIC informieren. Für diese Domainnamen gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten. Imperative!z. B. kann angeben, in welchem Monat welche Domains beantragt wurden, wieviele .com-Adressen von Deutschen beantragt wurden und vieles mehr.
Bei der Beantragung eines Domainnamens muss man neben technischen Aspekten auch rechtliche und marketingtechnische Aspekte berücksichtigen. Neben den Ausführungen des Medienrechtsexperten Dr.Weinknecht (viele Gesetzestexte!) zu den rechtlichen Problemen bei der Vergabe von Domainnamen kann ich unbedingt die Seiten der Internet-Akademie zu diesem Thema empfehlen.